Lieder

Des Volkes Tochter (Das Füsilierte Mädchen) (1871)

Des Volkes Tochter, schön und jung sie schritt mit festem Gang einher Und bot die keusche Marmorbrust Entschlossen dar dem Mordgewehr. „Ihr lieben Freunde, seid gegrüßt! Nicht euch gilt meines Zornes Wut Euch blendet Wahn… Und dennoch floß Auch für euch selbst der Unsren Blut Du liebe Sonne, ach, wie strahlst Du heut in wunderbarem ... Weiterlesen ... ...


Die Internationale (1902) (1871)

Empor, ihr Enterbten der Erde! Ihr Sklaven des Hungers, empor! Und der Ausbruch des Kraters, er werde Vernichtend wie niemals zuvor! Das Alte ist faul und verrottet — Reißt das morsche Gerümpel denn ein! Und wir, die man tritt und verspottet, Wir werden die Herrschenden sein! Auf zum letzten Kampfe Schließet Eure Reih’n, Die Internationale ... Weiterlesen ... ...

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Die Internationale (Erich Weinert) (1937)

Auf, ihr Verdammte des Planeten, auf, Hungerknechte, aus dem Sumpf! Vernunft bricht aus den Morgenröten. Aus Schlünden donnert sie Triumph. Macht endlich Schluß mit dem Gewesnen! Es stürzt die Welt. Der Tag ist nah, denn heut sind wir die Auserlesnen. Wir waren nichts, jetzt sind wir da! Zum letzten Kampf! Ihr alle, ihr Völker im ... Weiterlesen ... ...

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Die Kommune (1886)

Großartig war es, wie zum Kampf das Volk die rote Fahne trug Und wie es sank und über ihm ein Flammenmeer zusammenschlug Ein stolzer Scheiterhaufen war’s bei diesem stolzen Untergang; Hei! was im Fall der Rebellion sich eine Leichenfackel schwang! Es strahlte mächtig dieses Licht — ein Schreck den Schurken durch die Welt Es hat ... Weiterlesen ... ...


Die Kommune liegt am Boden (Delescluze) (1871)

Die Commune liegt am Boden, stirbt in einem Meer von Blut Nur die letzte Barrikade zeugt von ihrem Heldenmut . Von Verteidigern verlassen, gibt auch sie dem Feinde Bahn Und der „Ordnung“ blut’ge Massen stürmen gegen sie heran Was erbebt ihr, Ordnungshelden ?  Was hemmt plötzlich euren Lauf ? Standen dem enterbten Volke  neue Bataillone ... Weiterlesen ... ...


Die Mauer der Erschossenen (1926)

Pariser Kommune 1871 Die Mauer der Erschossenen steht, steht schweigend, Stein über Stein geschichtet, jeder ein Gesicht. Ein jeder: steingewordenes Blut, dem Blut des Volks ein Zeichen. Die Mauer der Erschossenen spricht: „Ich bin das Blutmal der Kommune. Wenn das Grab Noch eine Stimme hat, so diese: Bruder, hört: Ich lebe weiter, Stein — und ... Weiterlesen ... ...


Die Revolution (1888)

Wie je ein Volk die tiefe Schmach empfand Die tiefe Schmach der feigen Sklaverei, Wo es sein Joch zerriß mit wildem Schrei, Das ein Despot auf seinen Nacken band Wo freier Geist aus dem Gewölke bricht Der freie Geist, der alle Herren haßt, Der Alt und Jung mit gleichem Drang erfaßt Und weiterschwillt zu Freiheit ... Weiterlesen ... ...


Die Soldaten der Verzweiflung (1875)

Betäubt noch vom Donner die Stirne Der Salven, die gestern gekracht, Sah heut‘ ich im kranken Gehirne, Als alles fröhlich gelacht, Soldaten zieh’n in die Schlacht. Das waren kühne Gestalten ; Zum Kampfe sah ich ja gehn Die Soldaten der Verzweiflung – Sie waren so schön zu sehn ! Es war von diesen Soldaten Ein ... Weiterlesen ... ...


Die Tage der Commune – Ostern ist’s (Eva Maria Hagen) (1985)

Ostern ist’s, Bal-sur-seine für Opa, Kegel und Kind, Weil da die blauen Kähne frisch gestrichen sind. Und beim Eiersuchen hört man im Wäldchen von weit Schon die Kinderlein fluchen um die Mittagszeit. Unter dem Laub an den Tischen erzählen wir, wie komisch es war, Und nach Ivry zum Fischen gehen wir das nächste Jahr, Und ... Weiterlesen ... ...

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Die Zeit ist ernst (Reveille) (1888)

Die Zeit ist ernst, d’rum laßt das Klagen ! Auf, vorwärts ! macht Euch schnell bereit ! Laßt überall Reveille schlagen , Reveille zu dem letzten Streit ! Kein Zögern mehr und kein Geflunker Frisch auf zur männlich kühnen Tat! Frisch gegen jeden Herrn und Junker, Frisch auf, mein Proletariat! Wir wurden schon zu lang ... Weiterlesen ... ...