Lieder

Das Lied von der Roten Fahne (1928)

Wenn das Volk aus Kellern und Schächten Aufstand, aus den Kasernen des Tods, Stand sie über den rauchenden Nächten, Erste Flamme des Morgenrots. Uber Straßen und Plätzen Rief sie das Volk zum Appell, Uber Blut und Entsetzen Stand sie verkündend und hell. In das Kampflied der Arbeitergarden Brauste sie ihren Feuerfluch. Uber den Särgen der ... Weiterlesen ... ...


Das Volk erhob sich (1875)

Das Volk erhob sich und gewann Die große Schlacht im Monat März. Es amnestierte euch sofort Das Volk besitzt ein gutes Herz . Es hat gehungert nach wie vor Berührte nicht das Gold der Bank Es krümmte euch kein einzig Haar ; Im Mai empfing es euren Dank Ein schnapsberauschtes Heer, wofür Verrat die Straße ... Weiterlesen ... ...


Das war dein großer Tag Paris (1936)

Das war dein großer Tag, Paris, Als übern Platz die Menge schrie Die lärmend durch die Straßen stieß. Schwarz stand die Rue de Rivoli. Und Waffen trug der Arbeitsmann. Die Garde ging dem Volk voran. Der Märzwind hoch die Fahne blies. Das war dein groBer Tag, Paris! Du dehntest deine Brust, Paris, Und atmetest der ... Weiterlesen ... ...


Dem Andenken der Kommune (1890)

Es gärt and brodelt in Paris Gleich einem Hexenkessel Zertrümmert ist das Kaiserreich Zersprengt des Cäsars Fessel Es geht das Volk von Banden frei Und wirft sich selbst die Lose Errichtet ist die Republik Die langersehnte, große Doch wieder hat das Bürgertum Den Proletar betrogen Und wieder seinen Vorteil nur Aus all der Not gezogen ... Weiterlesen ... ...


Dem Angedenken der Kommune von Paris 1871 (1892)

Es ruhen deine lichtbestrebten Schwingen Und deines schweren Kampfes Walstatt ruht Doch lebt und webt in ungeschwächter Glut In schönem und verheißungsvollem Singen Das hohe Lied von deinem Heldenmut! Wir sahn die Fama sich dem Gold verdingen Sie lästert laut, und sie verleumdet kühn, Doch ist umsonst der Käuflichen Bemühn Es wird der Lüge nimmermehr ... Weiterlesen ... ...


Dem Lenz entgegen (1904)

Horch! Horch! Welch Klirrklang in der Luft Wie von rasselnden Schwerterklingen! Jäh stürzt der Föhn in Schlucht und Kluft Mit glutbefiederten Schwingen! Da bricht das Eis wie rostiger Stahl, Lawinen und Wildbäche donnern zu Tal, Und wieder ringt sich vom Mutterschoß Der Erde ein neues Leben los: Es geht dem Lenz entgegen! Doch nachts, wenn ... Weiterlesen ... ...


Den Kommunarden (1901)

Noch rast und tobt der Straßenkampf, Noch klirren wild die Klingen; Paris, gehüllt in Pulverdampf, Bäumt sich im letzten Ringen. Gewehr und Rock vom Blute rot Ziehn die Regierungsrotten; Man schlägt die Kommunarden tot Wie einst die Hugenotten. Jetzt schweigt und ruht der Widerstand, Die Fahne fällt, die rote; Paris ist in des Gegners Hand, ... Weiterlesen ... ...


Der alte Kommune-Held (1886)

„Noch einmal nehm ich von der Wand Die kampfgewohnte Waffe, Noch einmal, daß dem Vaterland Nach Kampf sie Frieden schaffe!” So spricht der Barrikadenheld Und greift zu der Muskette Er weiß, es gilt jetzt, einer Welt Zu brechen ihre Kette. „Wie oft”, so spricht er, „hab ich dich Zur Barrikad getragen, Wie oft hab ich ... Weiterlesen ... ...


Der Tod des Rebellen (1874)

Der Morgen graut — mit bangem Zögern Senkt sich der junge Tag herab. Ob er wohl ahnt, daß heut die Sonne Bescheinen wird manch frisches Grab? Ob er von seiner düstern Schwester Der Nacht, erfahren, was sie sah Erfahren, daß das Herz der Erde Paris, fast dem Verbluten nah? Wohl muß es sein, denn tief ... Weiterlesen ... ...


Der Untergang der Kommune (1878)

Der Wächter steht auf Issys Walle Und schaut zur Weltstadt ernst hinab, Die in des Morgennebels Balle Liegt stumm und schweigend wie ein Grab. Doch keine Ruhe deckt das Schweigen, Geschäftig schmückt zum Hochzeitsreigen Sich dort Paris, die Totenbraut. Es findet sie im Waffenglanze, Gerüstet zu dem letzten Tanze, Der Morgen, der im Osten graut. ... Weiterlesen ... ...