D: Poesie und Prosa ohne Musik

A NAPOLÉON I (Napoleon der Erste) (1891)

Text: Eugène Pottier in: Chants révolutionnaires (1887) Von Erich Weinert 1951 nachgedichtet: „Die Menschenrechte keimten grad / Als junge Saat auf unsrer Erde / Doch deine Truppen, Troß und Pferde / Zertrampelten die zarte Saat / Du wardst zur erblichen Beschwerde / Erst die Commune schritt zur Tat / Und riß dein Götzenbild zur Erde ….“ ... Weiterlesen ... ...


Abondance (Überfluss) (1883)

Text: Eugène Pottier, 1883 in: Chants révolutionnaires (1887) Von Erich Weinert unter dem Titel „Überfluss“ in Deutsche übertragen: „Ein wahres Meer von Ähren wogt im Winde / Von Sattheit schwillt das dampfende Gefild / Heißduftend ruft’s, dass man es schneide, binde  / Und dresche, daß es reif die Speicher füllt …“ A Ferdinand GAMBON, membre ... Weiterlesen ... ...


Achtzehnhunderteinundsiebzig (Märzfeier) (1878)

Achtzehnhunderteinundsiebzig — Wieder atmet Mannesbrust Märzenluft, der Freiheit Odem, Frühlingshoffen, Manneslust Märzensturm braust über Fluren Die empfangen blut’ge Saat Über Nacht stürzt er in Trümmer Des Cäsaren Thron und Staat Um der Freiheit stolzes Banner Reiht sich jene kühne Schar, Die gestählt der Arbeit Mühen, Es zu schirmen vor Gefahr. Schon erhebt ihr Haupt die ... Weiterlesen ... ...


An Euch, Pariser Brüder! (1871)

Ihr Seine-Brüder! Rot von Blut ist es auf euren Straßen Gehalten habt ihr tapfer euch ein jeder muß es sagen Für uns habt ihr gekämpfet mit für uns habt ihr gerungen Die rote Fahne in der Hand – und wiederum bezwungen! Schon einmal wart die ersten ihr _ vor dreiundzwanzig Jahren Heut wiederum voran im ... Weiterlesen ... ...


Blanqui (1881)

Text: Eugène Pottier, 4. Januar 1881 in: Chants révolutionnaires (1887) Übersetzt von Erich Weinert: 1951. Beginnend mit den Worten: „Der ganz sein Herz dafür gegeben / Dem Reichen Tod, dem Armen Brot — / Vier Mauern waren um sein Leben / Vier Bretter sind um seinen Tod!…“ A EUDES, membre de la Commune Contre une ... Weiterlesen ... ...


Das Volk erhob sich (1875)

Das Volk erhob sich und gewann Die große Schlacht im Monat März. Es amnestierte euch sofort Das Volk besitzt ein gutes Herz . Es hat gehungert nach wie vor Berührte nicht das Gold der Bank Es krümmte euch kein einzig Haar ; Im Mai empfing es euren Dank Ein schnapsberauschtes Heer, wofür Verrat die Straße ... Weiterlesen ... ...


Dem Andenken der Kommune (1890)

Es gärt and brodelt in Paris Gleich einem Hexenkessel Zertrümmert ist das Kaiserreich Zersprengt des Cäsars Fessel Es geht das Volk von Banden frei Und wirft sich selbst die Lose Errichtet ist die Republik Die langersehnte, große Doch wieder hat das Bürgertum Den Proletar betrogen Und wieder seinen Vorteil nur Aus all der Not gezogen ... Weiterlesen ... ...


Der Tod des Rebellen (1874)

Der Morgen graut — mit bangem Zögern Senkt sich der junge Tag herab. Ob er wohl ahnt, daß heut die Sonne Bescheinen wird manch frisches Grab? Ob er von seiner düstern Schwester Der Nacht, erfahren, was sie sah Erfahren, daß das Herz der Erde Paris, fast dem Verbluten nah? Wohl muß es sein, denn tief ... Weiterlesen ... ...


Der Untergang der Kommune (1878)

Der Wächter steht auf Issys Walle Und schaut zur Weltstadt ernst hinab, Die in des Morgennebels Balle Liegt stumm und schweigend wie ein Grab. Doch keine Ruhe deckt das Schweigen, Geschäftig schmückt zum Hochzeitsreigen Sich dort Paris, die Totenbraut. Es findet sie im Waffenglanze, Gerüstet zu dem letzten Tanze, Der Morgen, der im Osten graut. ... Weiterlesen ... ...


Die Kommune (1886)

Großartig war es, wie zum Kampf das Volk die rote Fahne trug Und wie es sank und über ihm ein Flammenmeer zusammenschlug Ein stolzer Scheiterhaufen war’s bei diesem stolzen Untergang; Hei! was im Fall der Rebellion sich eine Leichenfackel schwang! Es strahlte mächtig dieses Licht — ein Schreck den Schurken durch die Welt Es hat ... Weiterlesen ... ...