D: Poesie und Prosa ohne Musik

Schwarz liegt es (Der 18. März 1871) (1876)

Schwarz liegt es, dumpf und gewitterschwer, Weit über der „heiligen Stadt”, Kaum grauet der Morgen — durchs Nebelmeer Blickt schüchtern die Sonne und matt. Doch unter den Wolken sturmgepaart Bereit zur entscheidenden Schlacht Hält, dicht um die Fahne der Freiheit geschart Das Volk, das geknechtete, Wacht Es stehen die Männer in finsterem Mut An ihre ... Weiterlesen ... ...


Testament des Kommunarden (1874)

DAS TESTAMENT DES KOMMUNARDEN Was hofft ich denn, als riesig die Idee Aufstieg in meinem Hirn von jenem Rechte Das nur dem Volke hat gehört von je Und sich vererbt untilgbar im Geschlechte: Zu sein sich selbst der König und die Macht Zu wiegen gleich im Rate und vorm Feinde Als Brüder all zu stehen ... Weiterlesen ... ...


Viro Major – An Louise Michel (1871)

Du sahst das maßlose Gemetzel, den Kampf, Das Volk ans Kreuz geschlagen, Paris auf seinem Schmerzenslager, Und ungeheures Mitleid war in deinen Worten; Du tatest das, was große Seelen tun, außer sich; Und müde des Kampfes, des Träumens, des Leidens, Sprachst du: – ich habe getötet! – denn du wolltest sterben. Schrecklich und übermenschlich gabst ... Weiterlesen ... ...


Vive la Commune (1896)

Zur 25jährigen Gedächtnisfeier Nun hebt euch aus den Gräbern heut, nun hebt euch aus der Gruft Und schleudert euren Racheschrei hin in die Märzenluft, Erhebt ihn neu, den alten Ruf — den Ruf so frei, so kühn, Der eure Dränger einst erschreckt — den Ruf: “Vive la Commune!” Heil euch, ihr toten Communards! Heil euch ... Weiterlesen ... ...


Vive la Commune! (1891) (1891)

Dieses Rufes lauter Donnerschall — Die Geschichte hätt ihn gern verschwiegen — Türmte auf der Barrikade Wall Und verhieß ein freudig-kühnes Siegen. Erst von wen’gen ausgegangen, war Alsbald die Losung er der ganzen Masse, Und so wuchs die kleine Kämpferschar Aufzutun der Freiheit eine Gasse. Ja, das war ein Ringen, heiß und kühn, Zu Paris, ... Weiterlesen ... ...


Was weißt du von der Kommune? (1891)

(18. März 1871-1891) Was weißt du von der Kommune, mein Sohn?! Der Einundsiebziger Revolution In Paris, dem riesigen Rattennest, Dem Hungerkessel voll Tod und Pest, Wo aufsprang im Märzensonnenstrahle Die purpurne Internationale. Du weißt von Sedan und Gravelotte, Wo sie geopfert dem alten Gott, Dem Gott der nationalen Revanche, Gloiren- und Mitrailleusenbranche, Mit Bajonetten und ... Weiterlesen ... ...


Wir sind die Kommune (1932)

Wir sind die Kommune. An jeder Wand Von unserer Hand es geschrieben stand. Die Polizei hat es abgerieben Und morgens stand wieder es hingeschrieben: Wir sind die Kommune! Wir sind die Kommune. Wer lügt, daß sie starb? Von Dorf zu Dorf ging die Kommune und warb. Die Kommune wohnte in jedem Haus. Ihr löscht uns ... Weiterlesen ... ...