D: Poesie und Prosa ohne Musik

Füsiliade (1888)

Mehr dazu
Soldaten ! Knechte ! Königlich Gesinde ! Köpf in die Höh’, Brust vor ! Und aufgepaßt! Das letzte Wort ists, das ich Euch verkünde, Ein ernstes Wort – wir haben ausgespaßt. Wenn ich Euch sehe mit den stolzen Mienen , Den starken Armen : Männer allesammt, Und dennoch willenlos , gleich wie Maschinen Denk’ ich ... Weiterlesen ... ...


Golgatha (1873)

Mehr dazu
An dem einen Kreuz die Liebe Ihr zur Seiten in Gestalt Zweier Mörder oder Diebe – K l e i n e r Diebe – die Gewalt! Wenn ich so in unsern Tagen Mir betrachte dieses Bild, Muß ich mich im stillen fragen Wem der Menschen Inbrunst gilt, Ob nicht manchmal sich beim Beten Unsrer ... Weiterlesen ... ...


Ruf des toten Kommunarden (1941)

Mehr dazu
Wie jedes Jahr am heiligen Tag des März Stieg ich aus unserem alten Grab auch heute Und keine Fahne weht? Und allerwärts Ein Schweigen nur. Und drohendes Geläute. Bist du denn tot, Paris? Wo schlägt dein Herz? Auf leeren Plätzen wühlt der Frühlingswind. Entfacht er nirgends einer Fahne Feuer? Ich fragte einen, wo die Menschen ... Weiterlesen ... ...


Schwarz liegt es dumpf und gewitterschwer (1876)

Mehr dazu
Der 18. März 1871 Schwarz liegt es, dumpf und gewitterschwer, Weit über der „heiligen Stadt”, Kaum grauet der Morgen — durchs Nebelmeer Blickt schüchtern die Sonne und matt. Doch unter den Wolken sturmgepaart Bereit zur entscheidenden Schlacht Hält, dicht um die Fahne der Freiheit geschart Das Volk, das geknechtete, Wacht Es stehen die Männer in ... Weiterlesen ... ...


Sie lernen es noch (Sprüche) (1901)

Mehr dazu
Sie lernen es noch, doch wenn es zu spät, Die großen Herren, die besternten: Wer unersättlich Soldaten sät, Wird Kommunarden ernten Barrikaden aus Erde und Stein, Die stürzen ein. Bollwerke aus Ideen, Die bleiben stehen! Denn stehen bleibt alles, das ist klar, Was für den Gegner — unfaßbar! Karl Kaiser, 1901 ...


Testament des Kommunarden (1874)

Mehr dazu
DAS TESTAMENT DES KOMMUNARDEN Was hofft ich denn, als riesig die Idee Aufstieg in meinem Hirn von jenem Rechte Das nur dem Volke hat gehört von je Und sich vererbt untilgbar im Geschlechte: Zu sein sich selbst der König und die Macht Zu wiegen gleich im Rate und vorm Feinde Als Brüder all zu stehen ... Weiterlesen ... ...


Untergang (1888)

Mehr dazu
Und soll es denn gestorben sein , so werft der Rache Brand hinein ins qualmende Gemäuer ; Was soll uns Gold und Gut und Pracht Das schwillt und flackert durch die Nacht, Ein düster Totenfeuer. Noch sind lebendig wir und frei, Drum rollt die Fässer schnell herbei, Und stürzt sie in die Flammen Das züngelt ... Weiterlesen ... ...


Vive la Commune (1896)

Mehr dazu
Zur 25jährigen Gedächtnisfeier Nun hebt euch aus den Gräbern heut, nun hebt euch aus der Gruft Und schleudert euren Racheschrei hin in die Märzenluft, Erhebt ihn neu, den alten Ruf — den Ruf so frei, so kühn, Der eure Dränger einst erschreckt — den Ruf: “Vive la Commune!” Heil euch, ihr toten Communards! Heil euch ... Weiterlesen ... ...


Vive la Commune! (1891) (1891)

Mehr dazu
Dieses Rufes lauter Donnerschall — Die Geschichte hätt ihn gern verschwiegen — Türmte auf der Barrikade Wall Und verhieß ein freudig-kühnes Siegen. Erst von wen’gen ausgegangen, war Alsbald die Losung er der ganzen Masse, Und so wuchs die kleine Kämpferschar Aufzutun der Freiheit eine Gasse. Ja, das war ein Ringen, heiß und kühn, Zu Paris, ... Weiterlesen ... ...


Was weißt du von der Kommune? (1891)

Mehr dazu
(18. März 1871-1891) Was weißt du von der Kommune, mein Sohn?! Der Einundsiebziger Revolution In Paris, dem riesigen Rattennest, Dem Hungerkessel voll Tod und Pest, Wo aufsprang im Märzensonnenstrahle Die purpurne Internationale. Du weißt von Sedan und Gravelotte, Wo sie geopfert dem alten Gott, Dem Gott der nationalen Revanche, Gloiren- und Mitrailleusenbranche, Mit Bajonetten und ... Weiterlesen ... ...