Bankenlied (Wir sind entlassen!)

Sons of Gastarbeita

Originaltext: J. B. Clement, Paris-Montmartre 1884
deutsche Übersetzung: Walter Mehring
Musik: Sons of Gastarbeita

Randbemerkung des Dichters: 1848 brachten die Arbeiter der Republik das Opfer einer drei Monate währenden Misere, nur um den Männern der provisorischen Regierung, Zeit zu geben, sich einzurichten und ihnen Arbeit zu geben. Zwei Monate später vergalt man ihnen ihre Anhänglichkeit an die Republik und ihre übermenschlichen Opfer durch Massaker in den Straßen von Paris.

Seit vierzig Jahren warten nun die arbeitenden Schichten der Republik, dass die jeweiligen Herren an der Spitze sich endlich dazu bequemen, sich mit ihrer Notlage zu befassen. Auf die Notschreie, die der Hunger ihnen abpresst, hat ihnen die Regierung ständig durch Anwendung von Militär— und Polizeigewalt geantwortet.

Die Regierenden setzen ihren Parlamentarischen Kleinkram fort und sehen zu, wie die Situation sich täglich verschlimmert. Aber sie mögen sich in Acht nehmen: Die Arbeiter könnten es endlich müde werden, zu hungern und vergeblich hin und her zu pendeln zwischen Streiks und Werkstätten, da man ihnen dort keine Arbeit gibt.