Wohlan, wer Recht und Wahrheit achtet
zu unsrer Fahne steh allzuhauf!
Wenn auch die Lüg uns noch umnachtet
bald steigt der Morgen hell herauf!
Ein schwerer Kampf ist´s den wir wagen
zahllos ist unsrer Feinde Schar
Doch ob wie Flammen die Gefahr
mög über uns zusammenschlagen
nicht fürchten wir den Feind
stehn wir im Kampf vereint!
Nicht zählen wir den Feind,
nicht die Gefahren all!
Der Bahn, der Bahn
Der kühnen Bahn nun folgen wir,
die uns geführt Lasalle!
Ganzer Text
Das Männergesangsquartett Nebe-Quartett wurde von dem deutschen Unterhaltungssänger und Bassisten Carl Nebe gegründet. Nach diversen Engagements in der Provinz siedelte das Nebe-Quartett 1898 nach Berlin um. Dort schloss Nebe mit verschiedenen Walzen- bzw. Schallplattenfabrikanten Verträge ab. Das Quartett zählte zu den erfolgreichsten in der Frühzeit der Tonaufzeichnung; allein zwischen 1908 und 1911 machte es knapp 250 Aufnahmen.
Der Angabe, dass sich die Gruppe 1914 aufgelöst habe steht entgegen, dass es Aufnahmen mit dem “Nebe-Quartett” auch noch nach dem Ersten Weltkrieg bis in die Zeit der elektrischen Aufnahmetechnik nach 1926 gegeben hat, wenn man den Schallplattenetiketten glauben darf. (Wikipedia)
Das Nebe-Quartett trug deutsche Volkslieder wie Silchers „In einem kühlen Grunde“ mit dem Text von Glück, „Ännchen von Tharau“ oder „Am Brunnen vor dem Tore“ ebenso vor wie vaterländische Lieder wie „Die Wacht am Rhein“ oder „Heil Dir im Siegerkranz“, hatte aber auch keine Scheu vor dem Liedgut der Arbeiterbewegung und sang die „Arbeitermarseillaise“ von Audorf, den „Sozialistenmarsch“ von Carl Gramme oder das beliebte „Ein Sohn des Volkes“ von Pfeil.

