Propagande des chansons

Text: Eugène Pottier, 1848
in: Chants révolutionnaires (1887)

Das Gedicht ist sowohl von Walter Mehring (1924) als auch von Erich Weinert (1951) ins Deutsche übertragen worden:

„Aus seiner Haut fährt der Planet / Flieht, Elend, deine Schreie! / Und alles trägt Kokarden, seht! / Die Berg – und Tälerreihe / schnürt Eure Lieder zum Paket! / Marschiert hinaus ins Freie!  /Chansons! Marschiert hinaus ins Freie!“ (Walter Mehring, 1924)

„Die alte Welt fährt aus der Haut /Genug von der Misere! / Und alles trägt Kokarden, schaut! / Es rührt sich die Galeere / Nun wandre rüstig durchs Gebiet! / Mach unsrer Sache Ehre, Mein Lied! / Mach unsrer Sache Ehre!“ (Erich Weinert, 1951, Propaganda der Chansons)

A Gustave NADAUD.

Le monde va changer de peau.
Misère, il fuit ton bagne
Chacun met cocarde au chapeau,
L’ornière et la montagne,
Sac au dos, bourrez vos caissons!
Entrez vite en campagne !
Chansons !
Entrez vite en campagne !

Avec vous, montant aux greniers,
Que l’espoir s’y hasarde !
Grabats sans draps, pieds sans souliers,
Froid qui mord, pain qui tarde :
On y meurt de bien des façons !…
Entrez dans la mansarde
Chansons !
Entrez dans la mansarde !

Que le laboureur indigent
Voie à votre lumière
Si la faulx des prêteurs d’argent
Tond ses blés la première.
Mieux vaudrait la grêle aux moissons…
Entrez dans la chaumière !
Chansons !
Entrez dans la chaumière !

Les marchands sont notre embarras,
L’esprit démocratique
Tombe à zéro, – souvant plus bas ! –
Chez l’homme qui trafique.
Tirez du feu de ces glaçons !…
Entrez dans la boutique !
Chansons !
Entrez dans la boutique !

On vous prendra, dit le rusé,
Propriété, famille.
Le propriétaire abusé
S’enferme et croit qu’on pille.
Pour guérir ces colimaçons…
Entrez dans leur coquille !
Chansons !
Entrez dans leur coquille !

En paix, l’armée est un écrou
Dans la main qui gouverne,
Pour serrer le carcan au cou
Du peuple sans giberne.
Cet écrou, nous le dévissons…
Entrez dans la caserne !
Chansons!
Entrez dans la caserne !

Paris, 1848.

 Automatische Übersetzung:

Zu Gustave NADAUD.

Die Welt wird ihre Haut verändern.
Elend, er flieht aus deinem Gefängnis
Jeder setzt eine Kokarde auf den Hut,
Die Brunft und der Berg,
Rucksack, stopfe deine Kisten!
Geh schnell aufs Land!
Lieder!
Geh schnell aufs Land!

Mit dir auf die Dachböden gehen,
Kann hoffen, dort zu wagen!
Grabats ohne Laken, Füße ohne Schuhe,
Beißend kaltes, langsames Brot:
Wir sterben dort auf viele Arten! …
Betreten Sie den Dachboden
Lieder!
Betritt den Dachboden!

Möge der bedürftige Pflüger
Weg zu deinem Licht
Wenn die Faulx der Geldverleiher
Mähen Sie zuerst seinen Weizen.
Besser Hagel in der Ernte …
Betreten Sie die Hütte!
Lieder!
Betreten Sie die Hütte!

Die Kaufleute sind unsere Verlegenheit,
Der demokratische Geist
Fällt auf Null – oft niedriger! – –
In dem Mann, der Handel treibt.
Feuer aus diesen Eiswürfeln! …
Betritt den Laden!
Lieder!
Betritt den Laden!

Wir werden dich nehmen, sagte der Schlaue,
Eigentum, Familie.
Der missbrauchte Besitzer
Schließt sich und denkt, wir plündern.
Um diese Schnecken zu heilen …
Betreten Sie ihre Muschel!
Lieder!
Betreten Sie ihre Muschel!

In Frieden ist die Armee eine Nuss
In der Hand, die regiert,
Zum Festziehen der Fesseln um den Hals
Von den Leuten ohne Giberne.
Diese Mutter haben wir abgeschraubt …
Betritt die Kaserne!
Lieder!
Betritt die Kaserne!

Paris, 1848.

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