B2: Deutsche Lieder – noch zu vertonen

Märzblüten (1874)

Saht ihr im März die Wasser schwellen Hoch oben in Gebirgeshöhn? Saht ihr in tosenden Gefällen Sie in die Täler niedergehn, Wo dann die Flut sich trotzig bäumte Empor an ihrem Uferrand Und endlich brausend überschäumte Hinaus, hinab ins weite Land? So schwoll vor sechsundzwanzig Jahren Des Volkes Zorn im deutschen Reich Da plötzlich ein ... Weiterlesen ... ...


Nacht — den Himmel säumen Sterne (Zum 18. März) (1906)

Nacht — den Himmel säumen Sterne, fahl and matt. Wie in Fieberträumen Zuckt die Riesenstadt Sieht sie im Frührot gleißend Feindliche Waffen sprühn? Klingt es dazwischen verheißend: Vive la Commune! Lautlos ziehn die Legionen Thiers’, des Schlächters, heran Nehmt dem Volk die Kanonen! Lautet sein tückischer Plan. Schon erliegen die schwachen Wächter nach kurzem Mühn ... Weiterlesen ... ...


Petroleum und Dynamit (1888)

Es ringt ein Mann seit langen Zeiten Sich mit des Meeres Welle ab ; Oft winkt die Küste ihm vom Weiten indess er kämpft und sinkt hinab. O Volk, der Mann im Meer bist Du Im Grab allein ist für dich Ruh Ja, Pein und Hunger sind die Strafen Dafür, dass du geboren bist. Doch ... Weiterlesen ... ...


Sie lernen es noch (Sprüche) (1901)

Sie lernen es noch, doch wenn es zu spät, Die großen Herren, die besternten: Wer unersättlich Soldaten sät, Wird Kommunarden ernten Barrikaden aus Erde und Stein, Die stürzen ein. Bollwerke aus Ideen, Die bleiben stehen! Denn stehen bleibt alles, das ist klar, Was für den Gegner — unfaßbar! Karl Kaiser, 1901 ...


Über die Dächer der Märzwind pfeift (1910)

Über die Dächer der Märzwind pfeift heimliche Melodien, über die Türme, über den First rötliche Wolken ziehen. In dem Gebälke zittert und nagt stöhnend ein keimendes Wetter; leise klingt es und singt es und sagt durch die schwankenden Bretter. Seht, wie die Mauern erbeben! Es löst sich ihr alternder Bund… Und aus dem erzitternden Grund ... Weiterlesen ... ...


Untergang (1888)

Und soll es denn gestorben sein , so werft der Rache Brand hinein ins qualmende Gemäuer ; Was soll uns Gold und Gut und Pracht Das schwillt und flackert durch die Nacht, Ein düster Totenfeuer. Noch sind lebendig wir und frei, Drum rollt die Fässer schnell herbei, Und stürzt sie in die Flammen Das züngelt ... Weiterlesen ... ...


Zum Gedächtnis der Pariser Kommune (1878)

Bei des Lenzes erstem Gruße Denken wir der großen Zeit, Da am fernen Seineflusse Sich das arme Volk befreit, Da die Göttin der Kommune Auf die Weltenbühne trat, Freiheit bringend, fordernd Sühne Für der Mächtigen Verrat. „Gleiche Pflichten, gleiche Rechte!” Diese Losung, stolz and klar, Rief ins Toben der Gefechte Kampfbereit der Proletar. Seines roten ... Weiterlesen ... ...


Zum letzten Kampfe (1888)

Zum Kampfe ! ruft des Zeitgeists Donnerstimme, Zum letzten Kampf für Freiheit, Brot und Licht ! Erglüh ‘, 0 Arbeitsvolk, in heilgem Grimme, Bis deine Faust die Ketten all zerbricht. Für deine Herren hast du stets gerungen , Die dann mit deinem Lorbeer schmückten sich Nun denn , zum letzten Kampf das Schwert geschwungen , ... Weiterlesen ... ...